Weihnachtszeit

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Weihnachtszeit. Überall grün. Und blinkende Lampen.

Es duftet nach Desinfektionsmittel.

Leise piept es neben dem Klinikbett.

Op-Kittel-grün.

Der vierte Advent naht. Die vierte OP ist nun vorbei.

Wir warten auf die Ankunft der endgültigen Diagnose.

Und auf die nächste Visite.

Nun wieder zuhause. Weihnachtszeit.

Ein würfeliges Minecraft-Lebkuchenhaus thront oben in der Vorratskammer.

Dazu der süße Fiebersaft.

Worauf freust Du dich am meisten frage ich das große Kind.

Dass alle gute Laune haben.

Ich schweige.

Und frage dann: Was wünschst Du dir?

Einen Staubsauger. Ganz für mich allein.

6 Gedanken zu “Weihnachtszeit

  1. Bruder 14. Dezember 2015 / 13:55

    Ich finde es fehlt: „Kugelschreiberflecken überall“ (Insider) :)

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  2. Natalie 15. Dezember 2015 / 21:35

    Ich wünsche euch gute Besserung!
    Und bestgelauntes Tannennadelsaugen.

    Fragt die Ärztin im SPZ:
    „Hat er ein Lieblingsspielzeug.“
    „Ja, den Staubsauger“
    „Einen Spielzeugstaubsauger?“
    „Nee, ein echter fetter Miele“
    „Ich fragte nach Spielzeug.“
    „Am liebsten spielt er mit dem Staubsauger“
    „Nichts anderes?“
    „Manchmal spielt er auch mit seinem Ball.“
    „OK, Lieblingsspielzeug: Ball.“

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    • Taugewas 16. Dezember 2015 / 0:26

      Aahh, wie lustig! Auch ein Staubsaugerliebhaber also :) Bälle sind hier auch sehr beliebt, bei beiden Kindern.
      Diese Fragen im SPZ sind manchmal aber auch schwer zu beantworten, finde ich.
      Wir werden unserem Sohn leider keinen eigenen Sauger schenken, auch wenn er ihn sich so wünscht. Sein zweitdringendster Wunsch sind Pappkartons, diesen Wunsch erfüllen wir ;)

      Danke für die Genesungswünsche, er ist wieder wohlauf, es war nur eine Biopsie zur weiteren Diagnostik.

      Schöne Grüße :)

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  3. Kerstin 16. Dezember 2015 / 12:22

    Hallo!
    Schön zu lesen, dass es deinem Kleinen gut geht und er alles überstanden hat.
    Kann dich verstehen, dass es kein Staubsauger wird:-), auch wenn ich mich immer wieder dabei erwische, dass man selbst bei den „komischen“ Wünschen kurz pberlegt, ob man sie nicht doch erfüllen soll. Unser Grosser bekommt dieses Jahr einen Flaschenzug, weil er es liebt, seine Maschinen etc auf sein Hochbett zu transportieren ( ist kindgerecht, also ohne Erhängungsgefahr) . Ansonsten überlegen wir auch bei jedem Geschenk was wohl besser ankommt: der Karton oder der Inhalt. Du wirst dir denken können, was meistens gewinnt.
    Leider geht’s meinem „Sorgenkind“ gerade scheinbar nicht so gut. Er hat das Essen fast komplett eingestellt. Weiß nicht genau warum. Denke wirklich , dass ihn dieses Jahr Weihnachten zuviel wird. Hab ihn jetzt von der Kitaweihnachtsfeier abgezogen. ..ist zwar schade, aber es schien ihn zu erleichtern. Gegessen werden fast ausschließlich Spekulatius, naja, noch denke ich, dass das ja wenigstens seine Weihnachtsfreude ist, aber ich hoffe, es wird in den Ferien jetzt wieder besser.
    LG und bis bald, Kerstin

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    • Taugewas 19. Dezember 2015 / 10:48

      Hallo Kerstin,
      ja, genau, der Inhalt oder der Karton, hihi.. Deshalb hat mein Mann tatsächlich für unseren großen Sohn einen riesigen Karton gekauft (13€ für Pappe!!), den bekommt er dann auch geschenkt, weil er ihn sich so gewünscht hat. Flaschenzüge und Seilbahnen aus Schnur und Klemmen bastelt er sich auch gerne selber – auch vom Hochbett aus (in dem er übrigens aus Angst nur unten schläft, nie oben, da ist nur Spielbereich).
      Das liest sich ja gar nicht gut mit Deinem Sohn und dem Essen :-(
      Weißt Du, ich kenne das sehr gut mit dem Stress zu den Feierlichkeiten. Meinem Kind ist das auch zu viel. Er weint bei Karneval (und wir gehen wieder heim), er tobt beim Krippenspiel (und wir verlassen den Raum). Ich glaube, es ist die Überreizung der Sinne, Musik, Glitzer, Menschen, Gerede und Gesinge überall, dazu der Druck „sich freuen zu müssen“.
      Mein Sohn ist generell bei Feiern, Urlaub, eigenem Geburtstag, Einladungen etc. krank, fiebrig, vor Stress und Aufregung. Der Körper sagt ganz eindeutig NEIN zu dem Schwall an Wahrnehmungen, die er nicht verarbeiten kann..
      Und Deinem Sohn schlägt es wohl auf den Magen. Verständlich.
      Ich wünsche Euch, dass Euer Sohn trotz dieser Überreizung Ruhe findet. Routine und Alltag hilft meistens, merke ich. Deshalb wird es bei uns zu Weihnachten ganz „normales“ Essen geben, das hilft unserem Sohn sehr als „Anker“ im routine-fernen Festagstrubel..
      Liebe Grüße!!

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