
Elternliebe ist, erst zu fragen „Hast Du Dir weh getan?“, bevor man sich über das aus Wut zerschlagene Glasfenster der Zimmertür aufregt. Weiterlesen

Elternliebe ist, erst zu fragen „Hast Du Dir weh getan?“, bevor man sich über das aus Wut zerschlagene Glasfenster der Zimmertür aufregt. Weiterlesen
Liebe Susi,
weißt Du noch, wie ich damals, als ich Praktikantin in der Behindertenwerkstatt war, wie ich da zu Dir sagte, dass ich mir vorstellen könnte, auch ein behindertes Kind zu haben? Und wie Du da gucktest, so erschrocken, dass man sich sowas ja nicht herbeisehnen darf oder so. Weiterlesen
Das kleine Kind fieberte abends und bleibt am Folgetag zuhause und geht nicht zur Tagesmutter. Statt in der Bibliothek zu lernen, kaufe ich Zutaten für den Geburtstagskuchen des großen Kindes. Weiterlesen
Seit ich Mareices Interview gelesen hatte, in dem sie unter anderem darüber schreibt, wie sie als Mutter eines behinderten Kindes einen Weg findet, sich auf dessen Stärken zu konzentrieren und diese und das gemeinsame Familienleben zu fördern, schwirrten mir ein paar Worte im Kopf herum dazu. Wahrscheinlich wollte ich irgendetwas schreiben zwischen „Förderung nutzt ja auch“ und „Danke, dass Du mich daran erinnert hast, wie wichtig das Gemeinsame doch ist im Förder-Therapie-Stress“. Dazu hatte ich irgendwann mal auf ihrem Blog gelesen, dass Alltag für sie ein Ausnahmezustand und beinahe etwas exklusives sei, da immer irgendetwas sei, dass am Alltaghaben hindert. Damit erinnerte sie mich abermals an die Wunderbarkeit des Alltags. Jetzt habe ich diesen Text zum Thema Alltag verfasst und plötzlich fallen mir Mareices Worte ein, die angesichts des Todes ihrer Tochter eine völlig neue, viel gewichtigere Bedeutung bekommen. Für jeden Tag, der Alltag ist, möchte ich danken. Weiterlesen
Ein neues Jahr hat begonnen. Jetzt will ich schreiben, was ich alles machen will und was mir im Kopf rumschwirrt. Nun nur nicht den roten Faden verlieren.
Das Kind dreht sich um sich selbst. Dreht sich und dreht sich wie ein Kreisel. „Was machst Du da?“ frage ich. „Ich wickel den grünen Faden auf, Mama!“ Achso. Weiterlesen
Manchmal fehlen mir Schlagfertigkeit und die passenden Worte. Dann lächel ich nur. Meistens ist das egal. Manchmal fällt mir einen Tag später dann doch noch ein, was ich hätte sagen können. Hätte hätte, Fahrradkette. Und dann ist es mir spätestens nach zwei Tagen egal. Ganz selten ist es ganz und gar nicht egal. Zwar hab ich mittlerweile immer noch keinen Schlag und auch keine Fertigkeit, aber vielleicht passende Worte. Nach über zwei Monaten. Weiterlesen
Es war heilig Abend vor vier Jahren. Oben auf der Empore in der Kirche traf ich eine Mutter, die ich noch von der Spielgruppe kannte. Ein Jahr lang bin ich mit meinem Sohn zu der Spielgruppe gegangen. Während die anderen Mütter Kaffee tranken und mit den Kindern Lieder sangen, versuchte ich irgendwie dazuzugehören, doch eigentlich sah ich meinem Kind zu, wie es im Bällebad sitzend mit Bällen warf. Weiterlesen