Eine Einladung zu einem Kindergeburtstag ist etwas besonderes. In den sieben Jahren kann ich an einer Hand abzählen, wer meinen Sohn eingeladen hat. Die letzten zwei Jahre hat ihn sein einziger Freund eingeladen, ein autistischer Junge, den er noch aus dem Kindergarten kennt. Dieser Junge war auch der einzige Gast bei seinem letzten Geburtstag. M. wollte kein anderes Kind einladen. Das ist vielleicht untypisch für einen siebenjährigen Jungen, aber ganz und gar nicht untypisch für unseren Jungen. Viel Trubel mag er nicht. Weiterlesen
Vom auf-machen und zu-lassen
Am Hauptbahnhof. Betrunkene Menschen. Im Rausch. Auf dem Boden. Liegend, schwankend. Armut. Sucht. Wie kann ich daran vorbeigehen? Wie kann ich gehen, wenn da einer liegt? Mein Sohn starrt. Starrt ihn an. Angstvoll. Neugierig. Ungläubig.
„Mama, die Besoffenen da, am Hauptbahnhof. Warum trinken die Alkohol? Woher kommt überhaupt der Alkohol? Die sind verrückt, die Besoffenen. Und die tanzende Frau, weißt Du noch, Mama? Oder der schimpfende Mann in der Bahn. Der Besoffene. Weißt Du das noch, Mama?“
Warum lässt Gott das zu? Wie kann Gott das zulassen?
Gott ist kein Zulasser, kein Zulassender. Er ist nicht passiv. Er lässt nicht zu. Er ist nicht einer, der alle Fäden in der Hand hat, alles zum Guten wenden kann und es trotzdem lässt. Zulässt. Das Leid zulässt. Uns Menschen lässt. Er lässt uns nicht. Lässt uns nicht zu. Er öffnet uns. Er macht uns auf. Aufmachen statt zulassen. Aktiv werden statt passiv verharren. Statt sich verschließen.
Gott macht uns auf, er öffnet uns. Auch für das Leid. Er lässt uns nicht. Lässt uns nicht damit allein. Er öffnet. Öffnet uns und unsere Augen. Damit wir handeln, wenn wir Leid sehen. Damit wir uns öffnen. Handeln und helfen.
Ich will nicht vorbeigehen und lassen. Das zulassen. Mich zu-lassen. Ich will mich auf-machen. Aufmachen auf den Weg. Den Weg, der nicht vorbeigeht an dem, der da liegt. Der da schwankt. Und schimpft. Und tanzt. Im Rausch.
Ich will mich aufmachen und hingehen. Denn das ist ein Mensch. Vielleicht auch angstvoll, neugierig. Ungläubig. Und ich bin auch Mensch. Vielleicht auch verrückt, schimpfend. Tanzend.
Armut. Sucht. Auf dem Boden im Hauptbahnhof. Kann ich vorbei gehen, wenn da einer liegt? Oder starren, wie ein Kind? Kann ich mich zu lassen? Gott lässt nicht zu. Lässt mich nicht zu. Er öffnet. Ich mache mich auf.
Blickwinkel eines Jungen, der Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden kann
Es sind 29°C. Mein Sohn trägt dicke Stoppersocken, Jeans und Langarmshirt. Das trägt er immer. Regelmäßigkeit, Routine. Die Gewissheit, dass es immer gleich ist. Das Wetter ist jedoch nicht immer gleich. Zieh Dir doch ein T-Shirt an, creme dich ein, nimm die Kappe mit! Ein Kampf. Ich will nicht kämpfen. Also dicke Socken bei Sonnenschein. Warum auch soll man sich täglich mit der Frage quälen, welche Kleidung dem Wetter angemessen ist? Einfach immer das gleiche anziehen. Seine Jacke will er auch noch drüberziehen. Das kann ich ihm grade noch ausreden.
Eltern nerven mit den Kleidungs-Ansagen. Mit all den Erinnerungen. Häng die Jacke auf, lege Deine Kleidung für morgen raus. Räum deinen Müll weg. Wasch Dir die Hände. Es gibt wichtigeres, als ständig umständlich ans Aufräumen und Weglegen zu denken. Als ständig neue Speisen zu probieren. Als ständig höflich „bitte“ und „danke“ zu sagen. Daran zu denken, nach dem Klogang Hände zu waschen. Ständig. Und abzuziehen nach dem Klo. Auch das noch!
Wichtiger ist es doch, herauszufinden, wie groß ein Stein sein muss, um nicht durch das Sieb zu fallen. Oder Ameisen zu beobachten. Eine Taschenlampe auseinander zu bauen. Ich bin eine Katze, streife umher. Oder eine Spinne, ein Faden hängt mir am Po, der sorgsam im Zimmer umhergesponnen wird. Und wusstest Du eigentlich, dass Autos mit Wasserstoff fahren können? Ist das ein Metall, das in unserer Zinksalbe drin ist? Was genau ist Stickstoff für ein Gas? Der Apfelrest im Blumentopf kann nicht zu Erde werden, denn im Topf sind keine Regenwürmer. Weißt Du wie Eisenbahnschienen hergestellt werden? In Narben sind keine Blutadern, deswegen wachsen keine Haare auf Narben, denn Adern müssen alles versorgen, auch Haare. Und die Fibroblasten, Mama, kennst Du die? Wie fühlt sich der Stoff der Mullbinde an? Wie ist er gewebt? Ist er unregelmäßig gewebt? Aus Erdöl kann man Kerosin machen. Mama, hörst Du mir noch zu?
Wie unwichtig Händewaschen doch ist. Wie ungeheuerlich anstrengend, wenn ich die ekligen Pilze in der Soße probieren soll. Abends auch noch selber dran denken, den Schlafanzug anzuziehen. Es gibt doch wichtigeres.
Letzte Woche war Zeugnistag. Das erste Zeugnis. Was steht drin? Dass er super ist. Super interessiert. Super motiviert. Super in Mathe. Ein super Sonder-Schüler. Die Eigenständigkeit müsse er noch trainieren. Den Stuhl hochstellen, den Platz aufräumen. Emotionen auszudrücken. Ach! Es gibt doch wichtigeres!
Du darfst ganz stolz auf Dich sein! Nicht, wegen eines Zeugnisses. Dass du super bist, hab ich doch eh gewusst. Dass Du Du bist, dass Du als Katze Emotionen ausdrückst und im Geiste das Problem mit der Erderwärmung angehst. Dass Du weißt, was wichtig ist. Wichtig für Dich.
„Ich steig nicht in´s U-Boot ohne meinen Bruder“
Echte Geschwisterliebe ist es, wenn man für den Bruder auch auf die U-Boot-Fahrt verzichtet.
„Wenn Jemand sagt, wir sollen in ein U-Boot, aber F. nicht, dann gehe ich auch nicht, Mama!“
Mein Kind, Du bist so toll! Du bist so lieb, wenn Du das sagst.
Du bekommst mit, wie wir mit Ärzten sprechen. Was mit Deinem kleinen Bruder ist. Du bist so weise.
„Mama, ihr sollt nicht immer sagen, was F. nicht kann. Man soll nicht Kinder vergleichen mit anderen. F. kann ganz viel. Er kann lachen und klatschen. Das ist auch gut, dass F. diese Krankheit hat, so können die Ärzte viel forschen und später wissen sie bei anderen Kindern direkt, was das ist und wie sie helfen können!“
Mein liebes Kind. Du weißt so viel mehr als wir großen Erwachsenen, die es doch eigentlich wissen sollten. Du weißt so viel. Du hast Recht. Du bist ehrlich und das mag ich so an Dir. Du öffnest mir den Blick.
„Mama, F. hat Angst vor dem Staubsauger, der ist zu laut!“ ruft es aus dem Wohnzimmer. Und im Spiel: „Ist Deine Linse noch da?“
Mein wunderbares Kind. Du gibst Acht auf Deinen kleinen Bruder. Du sorgst Dich um ihm und setzt Dich für seine Bedürfnisse ein, weil er es manchmal nicht kann. Du bist klug und einfühlsam.
Menschen mit Autismus sind eingeschränkt in der sozialen und emotionalen Empathie. Zumindest auf dem Papier. Was ich erlebe, wie sehr Du Dich sorgst um Deinen Bruder, das lässt mich zweifeln. Nicht am Autismus. Aber an vorschnellen Urteilen. Ja, Du liebst Zahlen. Du kannst Dich nicht immer mit Deiner Umwelt in Bezug setzen. Du hast Schwierigkeiten, in Kontakt zu treten. Aber Du hast ein riesengroßes Herz. Du hast einen riesengroßen Platz für Deinen Bruder dort. Du kannst lieben. Bedingungslos lieben. Du bist klug und sprichst Deine klugen Gedanken aus. Behalte das bei. Das wünsche ich Dir.
Kinderfreundlich
Die Welt ist gut und nett.
Das musste ja passieren, ausgerechnet mir! Immer ich! Ach. Gäbe es doch bloß mehr Rücksicht auf Mütter mit Kindern und überhaupt mehr Freundlichkeit. Wirklich? Gibt es denn so wenig Freundlichkeit? Mir begegnet sie. Im Alltag. Täglich. Zuhause und unterwegs. Fremde sind nicht fremdlich, sondern freundlich.
Der Busfahrer sieht mich die Straße runterrennen, mit Kind vor dem Bauch geschnallt, der Rucksack wippt mir auf dem Rücken auf und ab. Es sind bestimmt noch 200 Meter, dazwischen eine Straße, die überquert werden will, wie soll ich das schaffen? Ich muss zur Tagesmutter, zur Uni.. Doch er hält an, am Gehweg, mitten auf der Straße, öffnet mir die Tür. Vielen Dank!
Ein Vater trägt mir die schwere Reisetasche die Treppen hoch und wieder runter bis zum Ausgang des Bahnhofs. Und selber muss er jedoch auf der anderen Seite raus, den ganzen Weg wieder zurück. Das mache er doch gerne, sagt er.
Mit zwei Kindern und dicker Reisetasche bepackt laufe ich dem Bus hinterher, da hält sogar ein Autofahrer an und bietet an, uns bis zum Bahnhof zu fahren. Was für ein nettes Angebot. Ich lehne dankend ab, denke an die warnende Stimme meiner Mutter, nicht zu Fremden ins Auto zu steigen. Doch ich bin mir sicher: Er wollte nur nett sein. Einfach nett.
An der Supermarktkassenschlange lässt man uns vor, obwohl das Baby nicht sonderlich laut quäkt. Einfach so. Einfach nett.
Die Bäckereiverkäuferin will mein Geld für das Brötchen nicht, weil es ja für mein Kind ist.
Beim Einkaufen mit Kinderwagen und vollbepackt schenkt mir eine Frau ihre große Einkaufstasche, damit ich die Einkäufe besser transportieren kann. Sie kenne das ja, wie das sei mit Kindern, immer zu wenige Hände frei.
In der Uni betont die Dozentin, es sei wirklich nicht schlimm, wenn das Baby vor sich hinquitscht. Im Gegenteil, es sei doch süß.
Meine Mitmenschen sind nicht per se kinderunfreundlich. Im Gegenteil. Kinder werden gemocht. Kinder sind willkommen. Nicht überall, das weiß ich. Mein quäkendes Kind und ich, wir sind in Kirche, Bus und Bahn schon oft befremdlich beguckt und behandelt worden. Das passiert und ist nicht schön. Ganz oft begegne ich aber freundlichen, helfenden, netten und zugewandten Menschen.
Wer ein lachendes Kind sieht, der lacht auch. Zumindest lächelt er zurück.
Wie es (wohl) ist, anders zu sein?
Wie fühlt sich Anderssein an?
„Mama, Du bist Luftpumpe und ich bin Fahrradreifen.“ so beschreibt mein Sohn die Differenz zwischen uns. Unseren Welten. Luftpumpe ist ein Sternbild. Fahrrad auch. Unsere Sternbilder liegen voneinander entfernt. Das will er damit sagen. Aber dennoch: eine Pumpe ohne Rad hat keinen Sinn. Umgekehrt auch nicht.
Wie fühlt sich das an. Anders zu sein?
„Ein Auto, das Schrittgeschwindigkeit fährt.“ sagt mein Mann. Ausgebremst. Ein anderes Tempo. Wie auf der falschen Spur.
Anderssein ist Unverständnis. „Warum machen die das?“ fragte mein Sohn als Kindergartenkind. Seine Stimme war voller Verzweiflung und Ratlosigkeit. Die Kinder liefen schreiend durch den Flur. Warum bloß? Es sind Kinder. Mein Sohn auch. Aber anders.
Anderssein heißt anders fühlen.
„Ich hab Dich lieb, Mama! Vom Urknall bis zur Unendlichkeit, bis zur Explosion!“
Anderssein heißt anders zu denken.
„Die 8 ist die allertollste Zahl, denn die ist zwei Mal vier.“ Sie füllt alle Striche auf der digitalen Anzeige aus. Sie ist symmetrisch.
Anderssein ist bestimmt nicht leicht. Eincremen fühlt sich dann schlimm an. So schlimm, dass der Anblick der Sonnencreme ausreicht, den Sandeimer durch den Spielplatz zu werfen. Anderssein bedeutet einen anderen Blick zu haben. Anders wahrzunehmen. Die Spielzeugloks werden nicht auf die Schienen gesetzt. Sie werden gewogen. Mit der Küchenwaage. Zahlen sind toll. Zahlen sind immer gleich. Be-rechen-bar. Wie viel Gramm Himbeeren habe ich in den Nachtisch getan? Wie viel hat mein Friseurbesuch gekostet? Wie viel Gramm wiegt das Kaubonbon?
Die Welt im Sternbild Luftpumpe ist eine andere als die im Sternbild Fahrrad(reifen). Es ist ein anderes Tempo. Schneller und manchmal langsamer. Lauter oder leiser. Zählbar. Rechenbar. Symmetrisch.
Work-Life-Balance ?
Dieser Blog existiert, weil ich meine Gedanken, die ich als Mutter, aber auch als Studentin, als (Ehe)Frau und als Mensch habe, niederschreiben möchte. Man könnte das auch als Vereinbarkeit von Studium und Familie bezeichnen oder auch als Work-Life-Balance. Das möchte ich aber lieber nicht, denn sobald ich von einer Balance zwischen meinem Leben und meiner Arbeit spreche, muss ich innerlich laut aufschreien, denn diese Geisteshaltung entspricht nicht meiner. Möchte ich wirklich trennen zwischen Arbeit und Leben? Gehört die Arbeit nicht im besten Fall zum Leben dazu und bereichert mich? Und was ist das überhaupt „Arbeit“ ? In meinem Fall könnte ich mein Studium als die „Arbeit“ zählen und „Leben“ wäre dann wohl der ganze Rest? Familie, Ehe, Freizeit, Hobby, Freunde, Haushalt, Kinder, Termine? Um ehrlich zu sein, fühlt sich der Rest oft mehr nach Arbeit an als das Studium. Eine Trennung ist nicht möglich und auch nicht gewollt. Mein Leben umfasst beides. Anstatt zu separieren und auf die Waagschale zu legen und auszubalancieren, möchte ich es einfach tun. Leben. Arbeiten.
Das Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, Pläne zu schmieden.
Diesen Spruch habe ich vor einiger Zeit irgendwo gelesen. Während ich also dabei bin, mir zu überlegen, was ich alles nach getaner Arbeit zur Erholung tun kann. Nach einem langen, vollgestopften Tag an einem kurzen Abend. Nach einer langen, vollgestopften Woche an einem freien Wochenendtag. Nach einem langen, vollgestopften Semester in ein paar freien Tagen ohne Prüfungen. Während dieser Zeit findet der größte Teil meines Lebens statt. Weshalb sollte ich den größten Teil meiner Zeit also nur warten. Warten auf einen kurzen Augenblick. Nein. Das ist der falsche Ansatz. Die Kunst ist es doch, das, was wir tun, mit der Freude zu tun, als wäre es schon Samstagabend in den Semesterferien.
Das sagt sich leicht. Manchmal ist es fast unmöglich. Wäscheberge und fiebernde Kinder sind nicht das, was ich mir vorstelle, wenn ich an einen Samstagabend denke. Ich mache eigentlich ständig nur halbe Sachen. Im Studium bin ich nur mäßig vorbereitet, möchte eigentlich noch viel mehr lesen, doch bin ich ja auch noch Mama. Aber nur Nachmittag/Abend- und Wochenendmutter, ansonsten habe ich die Kinder bei Tagesmutter und OGS wegorganisiert. Ich bin trotzdem sehr zufrieden. Eine Balance gibt es bei mir nicht. Während meines Works läuft auch mein Life ab. Und umgekehrt. Manchmal läuft auch gar nichts außer die Kinderschnupfennase. Ist das nun Work oder Life?
Alles rausholen
Mein Sohn ist unheimlich sprachgewandt. Wo ich sage: „Hier hat Jemand gepupst!“, da stellt er fest, dass „eine Gasbildung im Zimmer liegt“.
Er hat auch einen einmalige, witzige Aussprache. „Aufn Pots-Daua“ erklärt er mir und meint damit den Post-Tower. Die Sprachmelodie und die Betonung der Sätze wirkt auf Menschen, die sich noch nicht „eingehört“ haben, als sei er kein Muttersprachler oder als spräche er Dialekt.
Wenn er Phantasiegeschichten erzählt, spricht er unglaublich blumig und detailreich. Sein Wortschatz ist für sein Alter wirklich groß, nicht nur bezogen auf seine Lieblingsthemen.
Trotzdem spricht er immer noch verwaschen und verschluckt die letzten Silben von längeren Wörtern. Einige Laute kann er nicht richtig artikulieren, er hat Probleme, Vokale aus einzelnen Worten herauszuhören und tut sich schwer mit dem Schreiben und Lesen. Manchmal vertut er sich beim Konjugieren der einzelnen Verben oder er vertauscht Gegensätze wie „morgen“ und „gestern“ oder auch „Mama“ und „Papa“. Deswegen geht er seit seiner Kindergartenzeit wöchentlich zur Logopädie. Bis wir vor zwei Wochen entschieden haben, dass er eine Erholungszeit braucht. Das Abwägen von der Notwendigkeit der Sprachtherapie und der Belastbarkeit seiner Psyche war leichter als gedacht. Als Eltern sich durchzusetzen und standfest zu bleiben, die eigene Entscheidung zu begründen und zu erklären, dass sie zum Wohle des Kindes gefallen ist, war schwieriger als gedacht.
Ich erkläre ihm, dass er nun ein paar Monate Pause machen darf. Zuhause üben wir trotzdem wöchentlich mit einem Heft, in das ich Bilder einklebe, die er beschriften soll. Wir üben lange und kurze Vokale. Er übt stillsitzen. Ich übe Geduld. Nach 20 Minuten ist die Seite voll.
„Frau S. hat gesagt, sie will alles aus mir rausholen, Mama, aber ich, ich will selber alles rausholen.“ erklärt er mir. Ja. Das soll er auch, das darf er.






