Vor einiger Zeit habe ich an einer Blogparade teilgenommen, ganz freiwillig, weil ich mich beim Thema „Einschulung“ ziemlich angesprochen gefühlt habe. Für ganze 14 Monate reichte mir das aus mit solchem Mainstreambloggerkram. Doch dann hinterließ mir die Bloggerin mein Name sei Mama (von der ich mich frage, ob ihr Pseudonym angelehnt ist an den Roman „Mein Name sei Gantenbein“… das wäre sehr cool..) einen Kommentar und lud mich ein, beim „Liebster Award“ mitzumachen. Mit dem verhält es sich ähnlich wie mit Karneval: Ich finde den eigentlich doof, mache aber doch mit, man hat ja nichts zu verlieren. Und während ich mit Känguru-Kostüm neben einer Katze stehe und mir billige Schokolade auf den Kopf fliegt, dann habe ich vielleicht doch ganz heimlich etwas Spaß… also nur der Kinder wegen, ist ja klar … ;) Weiterlesen
Mit Helm und Hilfe
An der Garderobe im Kindergarten ziehe ich dem Kleinkind Jacke, Schuhe und Helm an. Wir wollen zum Musikkurs, immer dienstags. Daneben sitzt ein Junge mit seiner Mama. Was ich denn da auf dem Kopf habe, fragt er. Seine Mutter erklärt ihm, dass es ein Helm sei und sie stellt fest, dass es eigentlich gut ist, auch als Mama einen Radhelm zu tragen. Nicht nur als Kind. Ach, höre ich mich sagen, ich bin mal übel zwischen die S-Bahn-Schienen gekommen mit dem Rad. Ich trug einen Helm. Seitdem weiß ich, wie wichtig der ist. Weiterlesen
Brief an Susi #3
Liebe Susi,
weißt Du, wenn ich nur eine einzige Person, vielleicht Dich, erreichen kann und es schaffe, ein klein wenig mehr Verständnis und Akzeptanz gegenüber Menschen, die anders wahrnehmen und denken und kommunizieren, zu schaffen, dann hat meine Schreiberei schon einen Sinn. Die Mehrheit kann nicht ermessen, was eine Familie mit einem autistischen Kind erlebt und überlebt. Weiterlesen
Leise Motivationsrede für einen Schul-Hospitations-Marathon
Gestern Nacht habe ich begonnen, eine Tabelle zu erstellen. In den oberen Spalten steht „Schulform“, „Schulname“, „Wohnortnähe“, „Klassenstärke“, „Inklusion seit…?“, „Schüleranzahl“ und „Besonderheiten/Empfehlungen“. In den darunter liegenden Spalten habe ich begonnen, die in Frage kommenden weiterführenden Schulen einzutragen.
Kontaktlinsendinge, die es nicht geben darf und trotzdem gibt
Es ist 20:10 Uhr, wir sind in der Uniklinik. Wir, das sind das Kleinkind und ich. Und eine Ärztin und ein Assistenzarzt. Das Kind auf eine Liege gepresst, ich über ihm. Meine Oberschenkel fixieren seinen Rumpf, mein Gewicht verlagere ich auf meine Fersen, um seinen kleinen Körper nicht zu erdrücken. Ich spanne meine Beinmuskulatur an und spüre noch ein bisschen den Muskelkater vom Schwimmen. Weiterlesen
Wir sind im Rückstand. Er und ich.
Wir sind im SPZ, Sozialpädiatrisches Zentrum, zur Entwicklungsdiagnostik nach Baylay. Das Kindchen ist 2 Jahre und knapp 8 Monate. Die Physiotherapeutin begrüßt uns und führt uns in ihr Zimmer. Weiterlesen
Kindermund
Warum nie gleichzeitig Herbst und Frühling ist
Im inklusiven Kindergarten soll das Kleinkind Ergotherapie bekommen. Die Therapeutin und ich sitzen zusammen und reden. Dabei notiert sie sich auf einem Stapel Blätter, Fragebögen, alles wichtige. Das kenne ich. Das erste Mal Fragebögenstapelgespräche gab es 2009 im SPZ mit dem Großkind. Und seitdem immer und immer wieder. Mit Psychologen, Logopäden, Motopäden, Kinderärzten, Neurologen, Pädagogen, Physiotherapeuten, Chiropraktikern, Augenärzten, Chirurgen, Anästhesisten, Heilpädagogen und jetzt eben mit einer Ergotherapeutin. Weiterlesen





