„Integration ist keine Momentaufnahme sondern ein Prozess, der viel Zeit und Geduld erfordert. Ob sie glückt, weiß ich nicht. Aber einen Versuch ist es in jedem Fall wert.“
In diesemArtikel gibt die Lehrerin Maria Lodjn einen kurzen Einblick in ihre Arbeit in einer Integrationsklasse mit einem autistischen Jungen. Weiterlesen →
Diese Tage, an denen ich nicht in der Uni bin, weil das einzige Seminar an dem Tag für diese Woche gestrichen wurde. Das könnten in-der-Bib-sitzen-und-lernen-Tage sein, denn Zeit ist kostbar. Oder ich könnte ins Schwimmbad gehen, was ich auch viel zu lange nicht mehr gemacht habe. Weiterlesen →
In meinem Kopf. Ein Vor und ein Nach der endgültigen, schlussendlichen, abschließenden, alles offen legenden, Klarheit bringenden Diagnose. Ein Dasallesistmöglich, ein Dasallesprüfenwirnach. Ein WirwartenaufsErgebnis. Und dann ein So Ist Es. Ein Einatmen. Um dann auszuatmen. Weiterlesen →
Tatsächlich kommt mir wirklich wenig in den Sinn, zu fragen, wo Gott denn sei, wie das denn zu rechtfertigen sei. Im Angesicht der Behinderung danach zu fragen schien mir stets weniger wichtig. Erst mal fragen, wie es denn zu Krieg und Gewalt und frühem Tod kommen kann. Dennoch ist es hin und wieder Thema. Beim Thema Behinderung beim Kind tauchen irgendwann die Frage nach dem Wieso-Ich und dem Wo-ist-Gott auf. Wenn nicht von selbst, dann von außen. Weiterlesen →
Die Insel soll Ruhe geben und tut es doch nicht. Hämmern und pochen. Einer, der ununterbrochen Löcher in eine Pappe sticht. Und mit dem Schraubendreher Löcher bohrt. In alte, dicke Pappe. Weiterlesen →
Stilleben am Frühstückstisch: Klebeband- und Rollen-Sammlung des Großkindes.
Es gibt dieses Zitat von Karl Valentin.
„Wir brauchen unsere Kinder nicht erziehen, sie machen uns sowieso alles nach.“
Oft schon habe ich gedacht, dass es nicht stimmt. Ich esse mit Messer und Gabel, sage „Bitte“ und „Danke“, wische mir meine Hände an einer Serviette ab, wasche mir nach dem Toilettengang die Hände und verzichte gerne auf die größere Hälfte des geteilten Kekses, um nicht gierig zu wirken. Bei meinem Kind klappt das nicht. Es einfach nur vorzuleben, funktioniert nicht. Jedenfalls bisher und ich möchte nicht abwarten, bis er ein Erwachsener ist. Er soll vorher lernen, seine saucenverschmierten Hände nicht an der Hose abzuwischen. Also reden wir jeden Tag auf ihn ein und erzählen jeden Tag das selbe. Als ich dem Kind den Vorwurf machte, immer alles täglich wiederholen zu müssen, meinte es doch tatsächlich, ich sollte meine Sprüche auf ein Grammophon aufnehmen. Eigentlich hätte ich mich gleich zwei Mal beglückwünschen können: erstens, weil mein Kind unglaublich einfallsreich ist, zweitens, weil ein im Jahr 2008 geborenes Kind tatsächlich weiß, was ein Grammophon ist. Leider war ich wegen des sturen Messer-Ignorierens nicht in der Lage, mich zu beglückwünschen. Weiterlesen →
Bei der Logopädin vom Kleinkind gibt es manchmal Brausepulver zum Mund-und-Zunge-Stimulieren. Das Kleinkind schmatzt dann verzückt und läuft wackelig im Raum herum. Die Brause wird ihm auf einem übergroßen Ohrenstäbchen auf Zunge und Gaumen gedrückt. Dann berührt seine Zunge seinen Gaumen und lernt, wohin sie soll. Weiterlesen →
Was braucht es, um etwas zu einer Realität zu machen?
Das gesprochene Wort ist real. Und so wie ein anderer es seit langem macht oder meint, dass ich es so machen sollte oder „man“ machen sollte, denn verallgemeinern können wir alle gut, so mache ich es nicht, wenn ich es nicht zu meiner Realität mache. Weiterlesen →